Wichtige Lehren der Bhagavad Gita

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Wichtige Lehren der Bhagavad Gita

Bhagavad lässt sich mit „Gott“ oder „Herr“ übersetzen. Gita bedeutet „Lied“. Die Bhagavad Gita, der himmlische Gesang, ist als einer der bedeutendsten Texte der religiösen Literatur zu werten. Sie enthält die Botschaft des Lebens und richtet sich an die gesamte Menschheit unabhängig von Religion, Glauben oder Volkszugehörigkeit. In achtzehn Kapiteln wird aufgezeigt, wie es möglich ist, durch richtiges und aktives Handeln sowie durch wahren und reinen Glauben, die „Schlacht“ des Lebens zu meistern. Die Bhagavad Gita ist das Zwiegespräch zwischen Krishna, der die innere Göttlichkeit verkörpert, und der menschlichen Seele, von Arjuna dargestellt. Arjuna steht auf dem Schlachtfeld, dem Leben, und muss gegen ein feindliches Heer, die menschlichen Schwächen, antreten. Seine Zweifel und Bedenken sind so übermächtig, dass sein Körper nicht mehr in der Lage ist, zu kämpfen. Krishna unterstützt ihn geduldig dabei, seinen Geist zu klären und seine tiefen Zweifel aufzulösen. So erkennt Arjuna, was das Leben von ihm fordert, kann es annehmen und findet neue Kraft.

Die Bhagavad Gita lehrt, alle Handlungen mit klarem Bewusstsein und ohne den Hintergedanken des Erfolges auszuführen. Ob Hoch oder Tief, um das Leben zu erleichtern, ist es von Vorteil eine gewisse Gleichmut zu bewahren. Denn wir alle sind Schauspieler oder Statisten im göttlichen Spiel. Keiner weiß genau, ob wir Menschen nur Spielfiguren oder aktive Spieler sind. Wir alle durchlaufen verschiedene Phasen in unserem Leben, wobei ab und an die Wellen sehr hoch schlagen können. Die Schulung der inneren Wahrnehmung durch Meditation hilft, in diesen Momenten, Stille zu finden, zur Besinnung zu kommen und damit Klarheit zu schaffen. Nichts passiert ohne Absicht im Spiel des Göttlichen. Alles hat seinen Grund. In jedem Lebewesen lodert der göttliche Funke. Jedoch nur der Mensch ist als einziges Lebewesen in der Lage, dieses zu begreifen. Damit hat er die Möglichkeit, den Seinsgrund, die kosmische Ordnung (Dharma) unter den hohen Wellen (Vrittis) zu erkennen und herauszufinden: „Ich bin ein Teil des Ganzen“. Mit diesem Bewusstsein ist es sehr leicht, sein wohlwollendes und freundliches Handeln in den Dienst am Menschen zu stellen (Karma Yoga), was den praktischen Weg zu Gott darstellt (Bhakti). Das göttliche Licht strahlt in jedem Menschen und wird von jedem sehr individuell reflektiert.

Auch zeigt die Bhagavad Gita einen Leitfaden über das Wissen um göttliche und widergöttliche Tugenden auf. Dabei spielen die drei Gunas, Eigenschaften der Natur, eine Schlüsselrolle. Alle drei Gunas sind gleich wichtig. Durch spirituelle Praxis sind diese im Idealfall gut ausbalanciert.

Katrin Burga Steiner – Yogalehrerin BDY/EYU