Yogilates
Yogilates & Yogalates

Yogilates & Yogalates:
Yoga und Pilates machen fit!

Yogilates & Yogalates

Yogilates: Yoga und Pilates treffen sich zum Workout

Achtsames Yoga üben und dennoch nicht auf das dynamische Ganzkörpertraining Pilates verzichten? Kein Problem! Mit Yogilates (auch Yogalates genannt) kommen die beiden Trainingstypen zusammen. Wie sich beide zu einem Rundum-Workout auf der Matte kombinieren lassen, worin sie sich unterscheiden und was beim Yogilates zu beachten ist, haben wir hier für euch zusammengestellt.

Was ist Yogilates?

Was ist Yogilates?

 

Yogilates ist eine Kombination aus Yoga und Pilates. Während Yoga sich als spirituelle Sichtweise auf das Leben mit dazugehörigen Körperübungen versteht, fokussiert sich Pilates auf die kräftigende Wirkung von Übungen auf der Matte und an eigens dafür ausgelegten Geräten. Im Pilates stehen somit Trainingsfaktor und Stärkung der Muskulatur im Vordergrund, während im Yoga die Kräftigung des Körpers zwar eine der positiven Wirkungen ist, aber nicht im Hauptfokus steht.

 

Es steht für ein Bewegungsprogramm für den ganzen Körper und wird ebenso wie Yoga und Pilates meist in Kursen geübt. Dort erlernt man bei einem Yoga-/Pilates-Lehrer, wie sich die Übungen miteinander kombinieren lassen. Informiere dich am besten, wo Kurse in deiner Region angeboten werden.

 

Was ist Yogilates

Das Yogilates-Programm ist umfangreich und fordert sowie fördert Körper und Geist

 

Ähnlich wie Ashtanga Yoga oder Hot Yoga ist Yogilates ein dynamisches und anspruchsvolles Training, das einen ganz schön ins Schwitzen bringen kann. Elemente aus dem Yoga wie beispielsweise die Entspannungseinheit am Ende der Stunde, die sogenannte Totenstellung, Shavasana, werden häufig übernommen.

 

Aus dem Pilates kommen die Prinzipien der Körperdisziplin mit dem Ziel der Steigerung von Ausdauer, Kraft und Körperleistung. Damit ist Yogalates ein richtiges Workout!

Hintergrundwissen Pilates

Hintergrundwissen Pilates

 

Während Yoga als traditionelle Form des Trainings von Körper und Geist bereits vor Tausenden von Jahren seinen Ursprung in Indien fand, ist Pilates eine Erfindung des 20. Jahrhunderts. Joseph Hubertus Pilates war der Begründer des Pilates. Das Trainingskonzept wurde nach ihm benannt. Seine Intention für das Rundum-Training war von Beginn an eine gezielte Stärkung der Muskulatur.

 

Dafür kombinierte Pilates verschiedene Übungen, deren Ursprünge sich in Yoga, Gymnastik, Bodybuilding und Sportarten wie dem Skifahren finden lassen. Er untersuchte die Wirkung von körperlicher Bewegung auf die Gesundheit und versuchte, optimale Ergebnisse mittels der Kombination bestimmter Bewegungsabläufe zu erzielen. Damit praktizierte er die sogenannte „Bewegungslehre“. Die Ganzheitlichkeit des Programms und seiner Effekte stellte er in das Zentrum seiner Bemühungen.

 

Besonders effektiv wurden die von Pilates entwickelten Übungen anfangs vor allem von Tänzern genutzt, da diese von einer verbesserten und bewussteren Körperhaltung und -beherrschung profitierten. Ähnlich wie beim Yoga, welches durch buddhistische Mönche in verschiedene Regionen und Länder getragen wurde, verbreitete sich das Pilates-Konzept über die Schüler des Pilates. Nach nicht allzu langer Zeit ließen sich Pilates-Kurse und -Studios überregional finden, häufig im Zusammenhang mit Rückentraining und Rückenstärkung.

Hintergrundwissen Pilates

Yoga und Pilates bieten ein Workout für den gesamten Körper

 

Eine gestärkte Rückenpartie und damit einhergehend eine verbesserte Körperhaltung geben dem Körper mehr Stabilität, was sich auf den gesamten Bewegungsapparat positiv auswirkt. Doch Pilates tut nicht nur dem Rücken gut. Im Pilates geht es außerdem darum, Koordination und Kondition zu trainieren. Gestärkte Muskelgruppen halten den Körper zukünftig besser und länger in Form.


„Es ist der Geist, der den Körper formt.“ (Joseph Pilates)

Video: Pilates Workout: Yoga meets Pilates | 20 Minuten Training

Video: Pilates Workout: Yoga meets Pilates | 20 Minuten Training

 

Hier möchten wir euch ein empfehlenswertes Video vorstellen, mit dem ihr innerhalb von nur 20 Minuten ein wirkungsvolles Yogalates-Training üben könnt. „Yoga meets Pilates“ zeigt auf abwechslungsreiche Art und Weise, wie sich beide Trainingsstile miteinander vereinbaren lassen.

Wer also einmal reinschnuppern und sich mit dem Thema bekannt machen möchte, sollte sich dieses Video anschauen:



Pilates-Wissen: Was bedeuten „Zentrierung“ und „Powerhouse“?

Pilates-Wissen: Was bedeuten „Zentrierung“ und „Powerhouse“?

Zentrierung und Powerhouse sind zwei zentrale Begriffe aus dem Pilates. Diese Prinzipien fließen auch in die Yogilates-Programme mit ein. Im Pilates werden Anspannung und Aktivierung von Muskeln gezielt trainiert. Das ist ein Bestandteil der Bewegungen, welchen der Trainierende bewusst steuern muss.

 

Spricht der Yogalates-Lehrer davon das „Powerhouse zu aktivieren“, ist damit gemeint, die Muskulatur des Bauches und des Beckenbodens anzuspannen. Da unsere Muskelgruppen aufeinander einwirken, geben diese dann Impulse an umliegende Muskeln. Betroffen sind beispielsweise die Rücken- und Wirbelsäulenmuskulatur.

 

Dahinter steckt die Theorie, dass ein starkes Körperzentrum den gesamten Leib gut stützen und tragen kann. Die Energie im Pilates richtet sich also auf die Körpermitte, daher der Begriff „Zentrierung“. Mache dir während der Übungen bewusst, dass dein Schwerpunkt und dein Energiezentrum in deiner Körpermitte liegen. Du wirst dem positiven Effekt nachspüren können.

 

Mache dir in diesem Zusammenhang auch die optimal abgestimmte Atmung zu nutze. Mehr über den Atem im Abschnitt „Atmung“.

Warum Yogilates? Vorteile der Kombination aus Yoga und Pilates

Warum Yogilates? Vorteile der Kombination aus Yoga und Pilates

Im Yogilates lassen sich Übungen aus Yoga und Pilates in einem gut aufeinander abgestimmten Übungs-Flow kombinieren. Da Pilates seine Anregungen für das Trainingsprogramm auch im Yoga fand, sind beide Stile nicht allzu weit voneinander entfernt. Wer Yoga übt und liebt, wird auch am Yogilates Freude finden.

 

Yogilates ist durch die Fokussierung auf Ausdauer, Körperkraft und Zentrierung etwas mehr auf Kraft und Training ausgerichtet als Yoga allein. Mit Yoga kann selbstverständlich auch ein anspruchsvolles und dynamisches Workout durchgeführt werden (siehe folgendes Video). Kommen jedoch die Prinzipien aus dem Pilates hinzu, lassen sich verstärkte Trainingseffekte erreichen.

Video: Yoga Workout: Ganzkörper Yoga Flow Fatburning Beine Po und Rücken | 30 Minuten Training

Video: Yoga Workout: Ganzkörper Yoga Flow Fatburning Beine Po und Rücken | 30 Minuten Training

 

Dieses Video ermöglicht euch, mit uns gemeinsamen einen kraftvollen Yoga-Flow zu üben, der das ideale Workout für den ganzen Körper bietet. Mit dieser Yoga-Einheit wollen wir dir helfen, deine Energie zu aktivieren und sie wieder besser durch den Körper fließen zu lassen. Du wirst dich belebt fühlen.

Gleichzeitig trainieren wir Ausdauer und den inneren Fokus. Damit ist unser Yoga Workout ebenso wie Yogalates auf eine Aktivierung der ganzheitlichen Körperkraft ausgelegt. Als Nebeneffekt könnt ihr bei regelmäßiger Wiederholung dieses Yoga-Flows zeitnah bemerken wie die Pfunde purzeln – er ist nämlich auch zum Abnehmen ideal geeignet, da er Kalorien verbrennt und daher der absolute „Fatburner“ ist.



Yogilates für Anfänger: Was ist zu beachten?

Yogilates für Anfänger: Was ist zu beachten?

Du hast bereits an Yoga- und/oder Pilates-Kursen teilgenommen? Dann weißt du, was dich im Yogilates erwarten kann. Für Yogilates-Neulinge haben wir folgende Tipps zusammengestellt:

 

  • Packe in deine Trainingstasche neben einer Yogamatte auch ein Handtuch, etwas zu trinken, bequeme Yoga- oder Trainingskleidung und ggf. Yoga- oder Turnschuhe.
  • Geh offen an für dich neue Übungen heran. Den wohltuenden Effekt wirst du spüren, auch wenn du anfangs vielleicht die eher spirituelle Ausrichtung aus dem Yoga vermissen wirst. Denke daran: Deine Meditation kannst du auch zu Hause nachholen.
  • Stelle dich auf die Prinzipien aus dem Pilates ein: Disziplin, Zentrierung, Fokussierung und Konzentration werden auch im Yogalates von dir gefordert. Die Übungen fördern aber auch diese Fähigkeiten.
  • Konzentriere dich ebenso wie im Yoga auf deinen Atem. Im nächsten Abschnitt erläutern wir, inwiefern sich die Atmung im Yoga und im Pilates unterscheiden. Beide werden gezielt dafür eingesetzt, deinen Körper ins Gleichgewicht zu bringen und dir neue Energie zuzuführen.
  • Trotz der anspruchsvollen Prinzipien, die hinter Yogalates/Pilates stecken und der ehrgeizigen Ziele, die man mit ihm erreichen kann, ist auch Entspannung ein wichtiger Schlüsselfaktor dieser Trainingsform. Vergiss also nicht, die ausgleichende Wirkung der Abwechslung von Anspannung und Entspannung für dich zu nutzen.

Yogilates Atmung

Yogilates Atmung

Die Atmung spielt sowohl im Yoga als auch im Pilates eine wesentliche und zentrale Rolle. Mittels der richtigen Anwendung der Atemtechniken entfalten beide Trainingsmethoden ihre Wirkung. Selbstverständlich ist die Atmung damit auch Teil von Yogalates.

 

Eine tiefe, ausgeglichene und ruhige Atmung ist jeweils der Ausgangspunkt. Im Yoga kommen verschiedene Atemtechniken zur Anwendung. Mehr darüber erfahrt ihr in unseren Beiträgen „Yoga Atemübungen“ und „Yoga Atmung“.

 

Das Wissen um die energiereiche Atmung floss auch in das Prinzip Pilates mit ein. Die Atemtechnik, die dem Körper ausreichend Energie zuführt, sollte tief und gleichmäßig sein. Damit werden die körpereigenen Stoffwechselvorgänge intensiviert. Grundlage der richtigen Atmung ist es, bewusst zu atmen und sich auf den Atem zu konzentrieren. Die Atmung soll auch dazu beitragen, den Nacken und die Schultern zu entspannen und diese locker lassen zu können.

 

Im Yoga wird mittels der Bauchatmung der Energiefluss des Körpers unterstützt. Im Pilates hingegen wird vorrangig die Brustkorb-Rippenatmung angewendet. Diese soll dazu beitragen, den Trainierenden auch bei den unterschiedlichsten Übungen mit genügend Sauerstoff zu versorgen. Eine klassische yogische Bauchatmung ist im Pilates durch die Beschaffenheit der Übungen, die die Bauchmuskeln stark einbeziehen und beanspruchen, häufig nicht möglich.

 

Als Grundregel gilt: Das Einatmen und das Ausatmen sollten ausbalanciert sein. Das Luft holen erfolgt durch die Nase. Der Brustkorb dehnt sich mit dem Einatmen aus, jedoch nicht nur im oberen Bereich, sondern vor allem auch seitlich. Daher der Name „Brustkorb-Rippenatmung“. Mit dieser Atemtechnik wird das gesamte Volumen der Lungen genutzt, um die optimale Energiezufuhr aus der einströmenden Luft zu erlangen.

 

Yogilates für Anfänger

Yogilates stärkt den Körper langfristig

 

Während der Übungen wird dann durch den Mund ausgeatmet, wenn der Körper sich in der Phase der größten Anspannung und Anstrengung befindet. Damit unterscheidet sich die Atmung zur klassischen Yoga-Nasen- und Bauchatmung. Diese finden jedoch während der Entspannungssequenzen ihre Anwendung.

 

Achtet bei den jeweiligen Übungen auf die Tipps des Yogalates-Lehrer und ihr erfahrt, welche Art der Atmung für welche Übung am besten geeignet ist. Dies kann sich nämlich von Übung zu Übung unterscheiden.

 

Unabhängig von den Yogalates-Übungen kann die bewusste Atmung aus Yoga und Pilates dabei helfen, auch im Alltag die tiefe Atmung zu nutzen. Im Alltag atmen viele Menschen zu flach. Ein gesundes Atemtraining kann dabei helfen, sich das bewusst zu machen und den eigenen Atem umzustellen.

 

Pilates lehrte neben der erläuterten Brustkorb-Rippenatmung auch die tiefe Atmung. Diese arbeitet mit dem Zwerchfell. Beim Einatmen dehnt sich der Bauch aus und bietet der einströmenden Luft Platz. Damit lässt sich ein Maximum an Atemluft zuführen. Mit der richtigen Atmung wird das Powerhouse aktiviert. Das Yogalates-Training hat somit auch einen positiven Effekt auf den Alltag.

 

Wir wünschen ein kraftvolles und sportliches Workout.

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Für alle, die jetzt mehr wissen wollen:

  • Ostermeier-Sitkowski, Uschi: Yoga-Pilates für Einsteiger: Das praktische Übungsbuch für zu Hause Mit vollständigem Grundkurs auf CD. Knaur Kreativ, 2007.
  • Rockoff, Tony: Klassisches Pilates: Das Original-Mattentraining nach Joseph Pilates. Trias, 2017.
  • Zylla, Amiena: Barre Workout (mit DVD): Das Flow-Training aus Ballett, Pilates und Yoga (GU Multimedia Körper, Geist & Seele). Gräfe und Unzer, 2014.


Hat dieser Text dir weitergeholfen oder dich sogar inspiriert? Oder hast du Anmerkungen, die du gerne teilen möchtest? Ich freue mich auf deine Meinung!


Katrin Burga Steiner

Katrin B. Steiner

 

Gründerin von {YOGA STILVOLL} und Yogalererin BDY

Meine Leidenschaft für Yoga habe ich 2006 entdeckt. 2007 entschied ich mich dazu, mich zur Hatha-Yogalehrerin ausbilden zu lassen und seitdem unterrichte ich immer wieder an verschiedenen Institutionen in Thüringen. Ich bin ein großer Fan des Sonnengrußes, den ich regelmäßig in allen Varianten praktiziere. Neben Hatha Yoga liebe ich Jivamukti Yoga! Die Wirkung von Yoga auf den Geist und Körper fasziniert mich sehr und mit meinen Texten kann ich euch an meiner Freude am Yoga teilhaben lassen.

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