Schmerzen lindern durch Yoga

Schmerzen lindern durch Yoga – Übungen und Wirkungsweisen für ein schmerzfreies Leben

Yoga-Übungen können zur Linderung von Schmerzen beitragen.

Jeder Mensch leidet an einem bestimmten Punkt seines Lebens an Schmerzen. Ihre Dauer und Art hingegen unterscheiden sich von Fall zu Fall und sind auf verschiedene Ursachen zurückzuführen. Ob es sich nun um Rücken-, Kopf- oder Regelschmerzen handelt: Yoga kann dir dabei helfen, solche und andere körperliche Probleme zu beseitigen und ihnen vorzubeugen. Wie Schmerzen entstehen und wie auch du sie durch spezielle Übungen lindern kannst, findest du im folgenden Artikel heraus.

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Wodurch entstehen Schmerzen?

Wodurch entstehen Schmerzen?

 

Ob jung oder alt – jeder Mensch kann in seinem Leben Schmerzen empfinden. Die Ursachen davon sind unterschiedlich und auch die Dauer und Schwere von körperlichen Beschwerden variieren von Fall zu Fall.

Gerade in unserer heutigen Zeit häufen sich sogenannte Zivilisationsbeschwerden, die auf einen viel zu bequemen Lebenswandel, z.B. durch zu viel Sitzen oder Liegen, wenig Bewegung und zusätzlich auf ungesunde Ernährung zurückzuführen sind.

Aber egal, ob Schmerzen selbstverschuldet oder durch äußere Faktoren entstanden sind: Es ist immer wichtig, die Signale des Körpers zu erkennen und ihm zu helfen, denn meistens sind die Gründe für psychische und physische Probleme feststellbar und können somit beseitigt werden.

Grundsätzlich kann man zwischen akuten und langanhaltenden Schmerzen unterscheiden. Man spricht von chronischen Schmerzen, wenn diese länger als drei bis fünf Monate auftreten. Da das Schmerzempfinden eng mit unserem Nervensystem verbunden ist, können sie oft psychische Ursachen haben.

So können aufgrund von Problemen des Nervensystems die Nerven in Armen, Beinen, Rücken und Gehirn negativ beeinflusst werden. Auch psychosomatische Ursachen für Schmerzen sind alles andere als selten. Sie haben zur Folge, dass seelische Probleme, wie z.B. Depressionen, sich in körperlichen Beschwerden äußern.

 

Wusstest du, …

… was passiert, nachdem dein Gehirn Schmerzen erkannt hat?

Wenn dein Gehirn eine schmerzende Partie deines Körpers lokalisiert hat, werden an dieser Stelle reflexartig Spannungen in der jeweiligen Muskelpartie hervorgerufen. Diese Muskelkontraktion führt dazu, dass du diese Stelle schonen willst und auf weitere Bewegungen verzichtest.

Dieser Vorgang ist in vielen Situationen sinnvoll, wenn es aber um Schmerzen geht, die gerade durch Bewegungsmangel entstanden sind, ist das genau die falsche Vorgehensweise und kann die jeweiligen Beschwerden sogar verstärken!

Zusätzlich dazu führt das Zusammenziehen der Muskeln zu einem erhöhten Stressempfinden. Und da Stress zu den Schmerzverursachern Nummer 1 gezählt wird, kann das die Schmerzen sogar verstärken. Ein Teufelskreis!

6 Hauptursachen für die Entstehung von Schmerzen

6 Hauptursachen für die Entstehung von Schmerzen

Es gibt viele Gründe für das Auftreten von Schmerzen im Rücken-, Nacken-, und Kopfbereich und anderen Körperteilen. Neben dem Alter der Betroffenen spielen auch der jeweilige Lebenswandel sowie Vorerkrankungen eine nicht zu unterschätzende Rolle.

Hier findest du eine Liste mit den häufigsten Ursachen für Schmerzen:

  • Fehlende Bewegung – Zu langes Sitzen, wenig körperliche Betätigung oder andere Ausgleichsmöglichkeiten
  • Entzündungen oder Verletzungen – z.B. durch Unfälle, Verrenkungen oder andere Vorerkrankungen
  • Ungesunde Ernährung – Einseitiges, zu fettiges und nährstoffarmes Essverhalten
  • Fehlende Belastung des Körpers – Muskeln und Bänder werden nicht genutzt, dies führt zu ihrer Verkümmerung und allgemeinem Leistungsabbau
  • Überbelastung des Körpers – z.B. durch zu schwere körperliche Arbeit und wenig Ausgleich
  • Seelische Probleme – Stress, Schwierigkeiten auf der Arbeit oder in der Familie, Unzufriedenheit mit bestimmten Lebenssituationen

Viele Erkrankungen und Schmerzen können anhand dieser Ursachen zurückverfolgt und gezielt behandelt werden. Eine Ausnahme bilden dabei jedoch Schäden an der Wirbelsäule. Auch andere, eher unspezifische Schmerzen können häufig durch mehr Bewegung und damit einhergehende höhere Beweglichkeit und die Stärkung der Muskulatur behandelt werden.

Wie Yoga dir Yoga bei der Bekämpfung von Schmerzen helfen kann:

Wie Yoga dir bei der Bekämpfung von Schmerzen helfen kann:

Die positiven Effekte des Yoga auf Körper und Seele werden in zahllosen Büchern, Videos und Anleitungen beschrieben. Ob als Sportart oder Philosophie, mithilfe der unterschiedlichsten Yogastile und individueller Variationen kann es dir zu einem besseren Körpergefühl, erhöhter Gesundheit und einem gesteigerten Bewusstsein verhelfen.

Die Gründe, warum du körperliche Probleme durch Yoga lindern oder heilen solltest, sind deswegen sehr vielfältig:

Eine der wichtigsten Regeln im Yoga ist es, auf seinen Körper zu hören und dessen Signale wahr- und ernst zu nehmen. Indem du auftretende Schmerzen genau verortest, kannst du sie gezielt adressieren und an ihnen arbeiten.

Durch spezielle Yoga-Übungen wirst du lernen, wie du deine Muskeln schonend dehnen und deinen Körper wieder richtig nutzen kannst. Indem du verschiedene Körperteile aktivierst und anstrengst, werden Glückshormone ausgeschüttet und dein Hormonspiegel positiv gesteigert.

Gleichzeitig wirkt sich die Philosophie des Yoga wohltuend auf deine geistige Verfassung aus und verdoppelt somit die vielen Auswirkungen auf deinen Körper, denn körperliche und seelische Gesundheit gehen hier Hand in Hand.

 

Aber Achtung:

Auch Yoga kann schmerzvorbeugendes Verhalten und eine gesunde Lebensweise nicht ersetzen. Es ist zwar wichtig, dass du dich komplett auf die Übungen und philosophischen Lehren der Yoga-Theorie einlässt und diese ernst nimmst. Yoga ist trotzdem kein Allheilmittel, das jede deiner Beschwerden sofort und ohne größere Anstrengungen lösen kann.

Deswegen solltest du Yoga bewusst und nicht nur als Mittel zum Zweck oder zur schnellen Lösung deiner körperlichen Probleme durchführen. Außerdem solltest du immer die Meinung von Expert*innen einholen, bevor du damit beginnst, dich selbst zu behandeln.]

So kannst du Rücken- und Nackenschmerzen heilen

So kannst du Rücken- und Nackenschmerzen heilen

Schmerzen im Rücken- und Nackenbereich entstehen häufig durch langes Sitzen, eine schlechte Körperhaltung und stressige Situationen. Auch Übergewicht und wenig oder unbequemer Schlaf kann zu Beschwerden führen.

Sind die Schmerzen erst einmal da, beginnt der Teufelskreis: Die Muskulatur verkrampft sich, manchmal kommt es auch zu Fehlstellungen in der jeweiligen Körperpartie, und als Folge davon verstärken sich die Schmerzen, die weitere Bewegungen unmöglich erscheinen lassen.

Yoga kann dir dabei helfen, dein körperliches und seelisches Wohlbefinden herbeizuführen und Beschwerden so gut es geht vorzubeugen.

In diesem Video findest du Anleitungen für Übungen, die Rückenschmerzen lindern können:

VIDEO: ÜBUNGEN GEGEN RÜCKENSCHMERZEN UND VERSPANNUNGEN

VIDEO: ÜBUNGEN GEGEN RÜCKENSCHMERZEN UND VERSPANNUNGEN


Welche Besonderheiten hat es?

Wichtig!

Bevor du damit beginnst, gezielt gegen Schmerzen vorzugehen, solltest du die entsprechenden Körperpartien gründlich aufwärmen:

  • Lasse den Kopf langsam von einer Seite zur anderen rollen.
  • Achte auf einen geraden Rücken.
  • Ziehe deine Schultern abwechselnd hoch und wieder runter.
  • Lasse deine Schultern und Arme kreisen, mal einzeln und mal zusammen.
  • Strecke deine Arme nach oben, achte dabei auf gesenkte Schulten, und genieße die Dehnung.

Wiederhole diese Übungen mehrmals hintereinander und vermeide abrupte oder zu schnelle Bewegungen. Erst mit einem aufgewärmten Körper können die Yoga-Übungen sicher durchgeführt werden.

 

Folgende Übungen können dir dabei helfen, Verspannungen in Schultern und Nacken zu lösen:

VIDEO: YOGA GEGEN VERSPANNUNGEN IM SCHULTER-NACKEN-BEREICH

VIDEO: YOGA GEGEN VERSPANNUNGEN IM SCHULTER-NACKEN-BEREICH


Welche Besonderheiten hat es?

Generell bieten sich die Asanas (= Körperpositionen und Bewegungsabfolgen im Yoga) Der Berg und Katze-Kuh an, um den Rücken und Schulter-/Nackenbereich zu bewegen. Achte immer darauf, lange Computerarbeit und übermäßiges Sitzen zu vermeiden oder wenigstens mehrmals zu unterbrechen, indem du aufstehst und die obengenannten Übungen ausführst.

Was tun bei Bauch- und Regelschmerzen?

Was tun bei Bauch- und Regelschmerzen?

Viele allgemeine Ratgeber gegen Schmerzen übersehen häufig die Lebensrealität tausender Frauen, die jeden Monat unter leichten bis starken Regelschmerzen leiden. Trotz offensichtlicher Ursache unterscheiden sich diese Schmerzen sowohl in Schwere als auch in ihrer Dauer von Frau zu Frau.

Neben Unterleibsschmerzen, Krämpfen, Übelkeit und Kopfschmerzen kommen oft noch Stimmungsschwankungen hinzu. Gezielte Atem- und Dehnübungen des Yoga können dabei helfen, die Muskulatur des Körpers zu lockern und somit bestimmte Schmerzen zu mindern.

Gleichzeitig wird die Durchblutung angekurbelt und Sauerstoff freigesetzt, wodurch Beschwerden nachlassen. Vor allem Aktivitäten in der Natur sind sehr effektiv, denn die frische Luft lässt Kopfschmerzen verschwinden und auch verrücktspielende Hormone geraten durch die gesunde Umgebung wieder ins Gleichgewicht.

Schmerzen lindern durch Yoga – In diesem Video werden dir wirksame Bewegungen vorgestellt, durch die du deine Regelschmerzen lindern kannst:

VIDEO: YOGA-SPECIAL: DAS WORKOUT GEGEN REGELSCHMERZEN

VIDEO: YOGA-SPECIAL: DAS WORKOUT GEGEN REGELSCHMERZEN


Welche Eigenschaften hat das Kronenchakra?

Auch Bauchschmerzen und Darmbeschwerden sollten nicht unterschätzt werden. Manchmal liegt es an einer übermäßigen Ernährung oder schädigenden Lebensmitteln, dass es zu Problemen in deinem Magen-Darm-Trakt kommt.

Hier findest du einige hilfreiche Übungen, um solche Schmerzen zu vermindern:

VIDEO: YOGA BEI BAUCHSCHMERZEN, REIZDARM UND DARMENTZÜNDUNGEN:

VIDEO: YOGA BEI BAUCHSCHMERZEN, REIZDARM UND DARMENTZÜNDUNGEN:


So kannst du gegen Kopf- und Fußschmerzen vorgehen:

So kannst du gegen Kopf- und Fußschmerzen vorgehen:

Schmerzen im Fuß behindern den Alltag.

Jede/r Betroffene weiß: Kopfschmerzen sind unangenehm und verhindern oft sowohl körperliche als auch geistige Tätigkeiten. Die Folge ist stundenlanges Ausharren und Abwarten, dass die Schmerzen aufhören. 

Neben Spaziergängen und anderen leichten Aktivitäten an der frischen Luft kann auch Yoga dabei helfen, leichte bis starke Kopfschmerzen zu lindern oder aufzulösen. In diesem Video findest du hilfreiche Tipps und Übungen:

VIDEO: YOGA GEGEN KOPFSCHMERZEN

VIDEO: YOGA GEGEN KOPFSCHMERZEN


Wie wirkt es sich auf Körper und Geist aus?

Generell gilt es, Stress zu vermeiden und die Dinge ruhig angehen zu lassen.           

Etwas anders liegt der Fall bei Fußschmerzen. Um diese zu heilen, sollten zuerst die offensichtlichsten Ursachen herausgefunden und gezielt daran gearbeitet werden. Ob es sich um Schmerzen im Fuß selbst, um Beschwerden in und an der Ferse oder um eine schwache Fußmuskulatur handelt: Mit speziellen Maßnahmen können diese Probleme relativ einfach behandelt werden.

Am häufigsten entstehen Schmerzen durch eine Überlastung der Füße (z.B. durch zu langes Stehen) und durch das Tragen von unbequemem und falschem Schuhwerk. Auch Entzündungen oder ein Bänderriss können die Ursache sein.

Indem du bereits beim Schuhkauf eher auf ein gesundes Fußbett und Komfort als auf Aussehen und Marke des jeweiligen Paars achtest, kannst du viele Fußbeschwerden verhindern. Auch das sommerliche Barfußlaufen im Garten oder Park kann deine Fußmuskulatur merklich stärken.

Zu den besonders effektiven Yoga-Übungen für die Füße zählen der Herabschauende Hund, Der Stuhl und Der Diamantsitz.

So kannst du durch Yoga schmerzfrei leben

So kannst du durch Yoga schmerzfrei leben

Viele Studien und Erfahrungsberichte von Menschen, die Yoga praktizieren, zeigen, dass ihr Nervensystem beruhigt wird und positive Gefühle entstehen. Natürlich kann dir Yoga dabei helfen, bestimmte Problemzonen und Körperbeschwerden zu lindern und zu beseitigen.

Ganzheitliches Yoga besteht jedoch aus den drei Bereichen Atmung, Aufmerksamkeit und Körperübungen. Wer nur einen Bereich anspricht, kann nicht die vollständige Wirkungsweise des Yoga erwarten. Nur, wer regelmäßig übt, die Reihenfolgen der Übungen beachtet und die wichtigen Elemente Dehnung, Bewegung und Atmung nicht vernachlässigt kann die gewünschten Effekte erzielen.

Du brauchst Geduld und Konzentration, viel Training und, eigentlich selbstverständlich, einen gesunden Lebenswandel. Denn eine angemessene und gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung sind die Grundlage eines gesunden Körpers.

 

Diese Fehler solltest du vermeiden:

Du hast Schmerzen und fühlst dich dementsprechend schlecht? Du willst, dass die Schmerzen aufhören und du wieder normal leben kannst? Dann solltest du die folgenden Verhaltensweisen vermeiden:

  • Sich im Bett verkriechen, statt sich zu bewegen: Auch wenn alles in dir danach verlangt, den Körper zu schonen und so wenig wie möglich zu bewegen – leichte Bewegungen schaden nicht, sondern können im Gegenteil die Heilung herbeiführen.
  • Sich aus dem sozialen Umfeld zurückziehen: Einsamkeit und fehlender Kontakt zu den Mitmenschen können die Beschwerden sogar weiter verstärken. Die Folgen sind oft seelische Probleme, Ängste und ein erhöhter Medikamentenkonsum.
  • Nicht auf Wunder warten: Yoga kann dir in vielen Bereichen helfen, ist aber nicht das Allheilmittel für all deine akuten Schmerzen. Erwarte deswegen keine schnellen Effekte oder sofortigen Verbesserungen.
  • Versuchen, sich selbst zu heilen: Auch wenn Geduld eine Tugend ist, solltest du nicht zu lange abwarten, bis du zur Arztpraxis gehst. Eine genaue Diagnose kann nur dort erfolgen.
  • Sich nur auf Medikamente verlassen: Eine ganzheitliche Heilung findet letztlich nur durch die Kombination aus gezielter Behandlung und einem gesunden Lebenswandel statt. Neben der Expert*innenmeinung solltest du dich selbst darum bemühen, deinen Körper und Geist zu heilen.

Hat dieser Text dir weitergeholfen oder dich sogar inspiriert? Oder hast du Anmerkungen, die du gerne teilen möchtest? Ich freue mich auf deine Meinung!

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Autorin Sophie Dieck von Yoga Stilvoll

Sophie Dieck

Über Sophie Dieck als Autorin

Schon vor meinem Indologie-Studium faszinierten mich ganz unterschiedliche Bereiche der vielfältigen indischen Kultur. Während meiner Aufenthalte in Indien fielen mir oft Schnittpunkte zwischen Alltagskultur und jahrhundertealten philosophischen Traditionen auf, die sich—bewusst oder unbewusst—in den Leben der Menschen manifestiert hatten. Obwohl ich bereits seit langem Yoga in seiner ‚westlichen‘ Fitness-Form praktiziere, lernte ich erst vor ein paar Jahren eine Yogalehrerin kennen, die mir Yoga als allumfassende Philosophie nahebrachte. Durch meine Beiträge möchte ich dieses Wissen gut verständlich weitergeben und meinen Fokus auf die verschiedenen philosophischen Grundgedanken legen, um ein Gleichgewicht zwischen Theorie und Praxis zu schaffen.

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