Meditationsarten
Meditationsarten - Meditationsarten im Überblick

Die bekanntesten Meditationsarten im Überblick

Meditationsarten – eine Übersicht über die beliebtesten Techniken

Autorin: Inken Probst | 25.02.19

 

Meditationsarten - Meditationsarten im Überblick

Die bekanntesten Meditationsarten im Überblick

 

Weil Meditation immer beliebter wird und den Alltag von immer mehr Menschen bereichert, haben sich mittlerweile unzählige Meditationstechniken entwickelt. Besonders AnfängerInnen verlieren bei den vielen Möglichkeiten schnell die Übersicht. Wir stellen dir hier die beliebtesten Meditationsarten vor, damit du herausfinden kannst, welche Meditation die richtige für dich und deine Bedürfnisse ist.

Passive Meditationsarten

Passive Meditationsarten
Die passiven Meditationstechniken werden bewegungslos im Sitzen praktiziert. Geist und Körper erfahren Ruhe und Entspannung und die Aufmerksamkeit wird nach innen gelenkt. In vielen Fällen gibt es ein Meditationsobjekt, das bei der Konzentration hilft, und das verhindert, dass einen die Gedanken und Gefühle ablenken.

Mantra Meditation

Mantra-Meditation

 

Mantra-Meditation ist eine passive Meditationsmethode

Mantra Medtitation – finde zu Balance und innere Stärke!

Bei dieser Meditation bildet ein selbst gewähltes Mantra das Meditationsobjekt, das dabei helfen soll, sich zu konzentrieren. Das Mantra kann

laut gesungen oder gesprochen, leise geflüstert oder nur in Gedanken wiederholt werden. Die Konzentration liegt auf dem Klang und Inhalt des Mantras, wodurch wenig Raum für negative Gedanken und Emotionen bleibt.

 

Ziel

Die Ziele sind je nach gewähltem Mantra unterschiedlich. Die stetige Wiederholung soll aber dabei helfen, den positiven Inhalt des Mantras in den Alltag zu übernehmen und Distanz zu wahren zu den unkontrollierbaren und häufig negativen Gedanken.

Wirkung

Während das OM NAMAH SHIVAYA unser Selbstvertrauen und Mitgefühl stärkt, sorgt die stetige Wiederholung von SO HAM für ein erhöhtes Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl. Man kann auch die BIJA-Mantras rezitieren, die bestimmte Chakren harmonisieren und stärken sollen.

Ausführliche Anleitung zur   Mantra Meditation


Klangschalenmeditation

Klangschalen-Meditation

 

Klangschalen-Meditation – für eine klangvolle und tiefe meditative Versenkung

Klangschalenmeditation – Die Gedanken beruhigen

Auch die Klangschalenmeditation ist eine Konzentrationsmeditation. Hier bilden die Klänge und Schwingungen der Klanginstrumente das Meditationsobjekt.

 

 

Ziel

Durch die harmonischen Klänge wird die Konzentrationsfähigkeit der Meditierenden während der Meditation verstärkt. Die wohltuenden Klänge und die heilende Wirkung der Schwingungen sollen uns besonders schnell in die Tiefenentspannung versetzen.

 

Wirkung

Der Körper wird zurück in die Urschwingung versetzt und disharmonische Schwingungen, die durch Stress und Krankheiten zustande kommen können, werden aufgelöst. Körperliche Spannungen und Blockaden werden ebenfalls gelöst.

 

Ausfürliche Anleitung zur   Klangschalenmeditation


Stille Meditation

Stille-Meditation

 

Bei der Stille Meditation, auch Ruhe Meditation genannt, steht die absolute Ruhe im Mittelpunkt, um einen Kontrast zum lauten Alltag zu

Stille-Meditation, auch Ruhe-Meditation genannt

Die Ruhe-Meditation für seelische und körperliche Gesundheit

schaffen. Die körperliche Stille und die Konzentration auf die Leere sollen zu tiefer Entspannung und Ruhe führen.

 

Ziel

Die Gedanken sollen zur Ruhe kommen und man soll die Stille spüren und in sich aufnehmen, bis man sie im Herzen immer bei sich trägt, auch wenn es um einen herum mal laut und hektisch wird.

 

Wirkung

Die Stille-Meditation hilft dabei, gelassener zu werden, das Selbstvertrauen zu steigern und negative Gedanken und Emotionen besser verarbeiten und loslassen zu können.

 

Ausführliche Anleitung zur   Stille Meditation


Atemmeditation

Atem-Meditation

 

Atem-Meditation – folge dem natürlichen Fließen deines Atems

Atemmeditation – eigenen Atem wieder bewusst zu machen

Die Atem-Meditation ist eine Konzentrationsmeditation, bei der der eigene Atem das Meditationsobjekt ist. Es handelt sich um eine

Meditationstechnik, die ideal für AnfängerInnen ist, das der Fokus auf ein Meditationsobjekt den Geist beschäftigt und die Konzentration fördert.

 

Ziel

Die Meditierenden sollen sich ihren eigenen Atem und ihre körperlichen Empfindungen wieder bewusst machen, um zu einer tiefen und lockeren Atmung zurückzufinden und dadurch Körper und Geist zu harmonisieren.

Wirkung

Den Atem bewusst zu beobachten, steigert die Konzentrationsfähigkeit. Die Meditierenden spüren mehr Gelassenheit und können besser mit Stress umgehen. Die Herzfrequenz und der Blutdruck sinken.

 

Ausfürliche Anleitung zur   Atemmeditation


Chakra Meditation

Chakra-Meditation

 

Chakra Meditation

Chakra Meditation für den Einsteiger

Chakren sind Energiezentren in unserem Körper. Die Chakra Meditation ist eine mögliche Form der Chakren-Arbeit. Die Chakren sind für den Energiefluss in unserem Körper und für unser Wohlbefinden verantwortlich. Sind sie blockiert, hat das negative geistige und körperliche Auswirkungen.

Ziel

Blockierte Chakren sollen wieder geöffnet und aktiviert werden, damit unsere Lebensenergie ungehindert fließen und den ganzen Körper erfüllen kann.

Wirkung

Wenn die Lebensenergie wieder ungehindert fließen kann, sorgt das für allgemeines Wohlbefinden. Geistige und körperliche Blockaden, die durch Stress oder negative Erfahrungen zustande kommen können, werden gelöst.

 

Ausführliche Informationen zu jedem Chakra und eine Anleitung zur    Chakra Meditation


Herzmeditation

Herz-Meditation

 

Herzmeditation – wie wir lernen, wieder mit dem Herzen zu schauen

Herzmeditation – bedingungslose Liebe zu sich selbst

Bei der Herzmeditation lernen die Meditierenden, (wieder) in Kontakt mit dem eigenen Herzen zu treten und weniger auf den Verstand zu hören. Dabei sollen mehr Liebe und Mitgefühl für sich selbst und unsere Mitmenschen entwickelt werden.

Ziel

Die Meditierenden sollen bedingungslose Liebe zu sich selbst und allen Lebewesen erlernen, um dadurch mehr Lebensfreude und Gelassenheit zu verspüren.

Wirkung

Wer wieder auf das eigene Herz hört und nicht mehr den Verstand die Entscheidungen dominieren lässt, ist wieder offen für neue Erlebnisse und Risiken. Man lernt, sich selbst so zu akzeptieren, wie man ist.

 

Ausfürliche Anleitung zur    Herzmeditation


Zen Meditation (Zazen)

Zen-Meditation (Zazen)

 

Zen-Meditation – Zen und Zazen inklusive ausführlicher Anleitung

Zen Meditation

Die Zen Meditation besteht aus drei Hauptübungen: Zazen (Sitzmeditation), Kinhin (Gehmeditation) und die Rezitation buddhistischer Sutren. Das Zazen ist dabei die Hauptübung, bei der die Meditierenden Körper und Geist genau beobachten, ohne auf Gedanken und Gefühle zu reagieren.

Ziel

Die Zen-Meditation verfolgt kein konkretes Ziel. Es geht aber bei den Übungen darum, dass die Meditierenden lernen, loszulassen und ein achtsames Leben im Augenblick zu führen. Es soll sich vom Verstand gelöst und Distanz zu den eigenen Gedanken und Gefühlen gewahrt werden.

Wirkung

Wer lernt, negativen Dingen weniger Raum einzugestehen, lebt zufriedener und gelassener. Der Umgang mit Stress verbessert sich und die Meditierenden sind emotional stabiler.

 

Ausfürliche Anleitung zur    Zen Meditation


Sonnenmeditation

Sonnenmeditation

 

Sonnenmeditation

Sonnenmeditation – Kraft und Energie erhalten

Die Sonnenmeditation hilft dabei, wieder ein Bewusstsein für die Schönheit und Wärme der Sonne zu entwickeln und ihre Kraft und Energie in sich zu spüren. Dazu wird die Meditation am besten draußen bei Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang praktiziert.

Ziel

Das kraftvolle Licht der Sonne soll die Meditierenden und ihre Aura stärken und einem die eigenen Stärken wieder bewusst machen.

Wirkung

Die Sonnenmeditation stärkt das Selbstbewusstsein und wirkt sich positiv auf deine Ausstrahlung aus. Die Meditation fördert die Konzentrationsfähigkeit und stärkt das Immunsystem. Durch die direkte Sonneneinstrahlung werden außerdem Glückshormone ausgeschüttet und Melatonin abgebaut, wodurch sich die Meditierenden munterer und zufriedener fühlen.

 

Ausführliche Anleitung zur    Sonnenmeditation


Metta Meditation

Metta-Meditation

 

Metta-Meditation – in 4 Schritten zu mehr Mitgefühl & Liebe

Metta Meditation – Mitgefühl und Liebe

Die Metta Meditation ist eine buddhistische Meditation, die im Sitzen durchgeführt wird, und bei der in 4 Schritten liebevolle Güte und Mitgefühl für sich selbst und alle anderen Lebewesen auf der Welt entwickelt werden sollen.

Ziel

Das Ziel ist, durch die 4 Schritte, in denen positive Sätze an sich selbst, an nahestehende Personen, neutrale Personen und schwierige Personen gesendet werden, zu einer so hohen Konzentration zu finden, dass die positiven Aussagen fokussiert an alle Lebewesen auf der Welt ausgesendet werden können.

Wirkung

Das Denken und Empfinden ändern sich, wenn man jede Person mit Güte und Mitgefühl betrachtet. Beziehungen können sich vertiefen, da sich auf das Positive konzentriert wird und Schwächen und Fehler besser vergeben werden können.

 

Ausfürliche Anleitung zur    Metta Meditation


Vipassana Meditation

Vipassana-Meditation

 

Vipassana-Meditation – für mehr Achtsamkeit & ein von Leid befreites Leben

Vipassana Meditation – die Existenz so annehmen, wie sie ist

Die Vipassan Meditation ist eine ehemals buddhistische Meditation, die heutzutage unabhängig von jeder Religion oder spirituellen Theorie praktiziert werden kann. Die Kurse finden in der Regel über 10-60 Tage statt, in denen die Meditierenden das Gelände nicht verlassen dürfen, feste Regeln einhalten müssen und jeden Tag bis zu 11 Stunden meditieren.

Ziel

Durch achtsame Selbstbeobachtung soll eine Selbstveränderung herbeigeführt werden, um jegliches Leid zu überwinden und ein glückliches Leben frei von Leid zu führen.

Wirkung

Wer sich so intensiv und achtsam mit sich selbst, seinen Gedanken und seinen körperlichen Empfindungen auseinandersetzt, kann sich selbst und seine Empfindungen besser verstehen und ihnen gegenüber Gleichmut entwickeln, wodurch ein ausgeglicheneres und gelasseneres Leben möglich ist.

 

Mehr Informationen zum Ablauf eines    10-Tage-Vipassana-Retreats

Aktive Meditationsarten

Aktive Meditationsarten

 

Für alle Personen, denen das ruhige Sitzen während der passiven Meditationstechniken zu schwer fällt, eignen sich die aktiven Arten wunderbar. Denn hier wird mittels mehr oder weniger intensiver Bewegungen zu meditativer Versenkung gefunden.

Auch für Menschen, die im Alltag schon viel Sitzen, bieten die aktiven Techniken einen wunderbaren Ausgleich.


Gehmeditation

Geh-Meditation

 

Gehmeditation – finde durch achtsames Gehen zu innerem Frieden

Gehmeditation – finde zu innerem Frieden

Jeder Spaziergang kann zur Gehmeditation werden. Beim achtsamen Gehen wird die Konzentration auf die eigenen Schritte und die körperlichen Empfindungen dabei gerichtet. Dadurch wird der Geist beschäftigt und er erhält eine Erholungspause vom sich stetig drehenden Gedankenkarussell.

Ziel

Der Geist kann von negativen Gedanken und Emotionen abschalten. Sorgen und Ängste wegen der Vergangenheit oder Zukunft können ausgeblendet werden und die Gedanken werden ins Hier und Jetzt geholt.

Wirkung

Körper und Geist finden Entspannung und werden beruhigt. Stress wird aktiv abgebaut und die Aufmerksamkeit und die Konzentrationsfähigkeit verbessern sich. Die Achtsamkeit hilft dabei, die Umwelt wieder bewusst wahrzunehmen und den Fokus auf die schönen Dinge zu lenken.

 

Ausführliche Anleitung zur    Gehmeditation


Kundalini Meditation

Kundalini-Meditation

 

Kundalini-Meditation – die tanzende Meditation

Kundalini Meditation – Meditation und Tanz

Die Kundalini Meditation besteht aus 4 Phasen, die je 15 Minuten dauern: Schütteln, Tanzen, Ruhe und Meditation. Die Kombination aus intensiver körperlicher Betätigung und anschließender Ruhe sollen nach stressigen und reizintensiven Tagen zu Entspannung von Körper und Geist führen.

Ziel

Stress, Traurigkeit und Ärger sollen abgeschüttelt und weggetanzt werden. Durch die beiden ruhigen Phasen sollen dann Verspannungen in Körper, Geist und Seele gelöst werden.

Wirkung

Während der bewegungsintensiven Phasen erhöhen sich die Herzfrequenz und der Blutdruck. Durch die beiden Entspannungsphasen sinken aber sowohl die Herzfrequenz als auch der Blutdruck deutlich. In den beiden letzten Phasen können die Meditierenden bewusst erleben, wie sich die durch das Schütteln und Tanzen neu gewonnene Energie im ganzen Körper ausbreitet.

 

Ausführliche Anleitung zur    Kundalini Meditation


Qi Gong

Qi Gong

 

Qi Gong – eine aktive Meditation, die die Lebensenergie zum Fließen bringt

Qi Gong – aktive Meditation

Qi Gong ist eine chinesische Bewegungs-, Konzentrations- und Meditationsform, bei der durch fließende Bewegungen Körper und Geist harmonisiert werden sollen.

Ziel

Durch die verschiedenen Übungen soll die Lebensenergie Qi harmonisiert und zum Fließen gebracht werden. Diese aktive Meditationsform soll die körperliche und geistige Gesundheit erhalten und etwaige Beschwerden lindern.

Wirkung

Der Atem vertieft sich und die Körperhaltung verbessert sich. Der Gleichgewichtssinn und die Konzentrationsfähigkeit werden trainiert. Beschwerden wie Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Schlafstörungen und Haltungsschäden werden gelindert.

 

Erfahre mehr über    Qi Gong und einzelne Übungen


Yoga

Yoga

 

Yoga für Anfänger

Yoga für Anfänger – entspannter Einstieg

Yoga ist vielmehr als nur das Einnehmen beeindruckender körperlicher Verrenkungen. Durch die Kombination aus Körperübungen, Atemtechniken und Meditationsübungen dient Yoga dazu, von unkontrollierbaren Gedanken abzuschalten und zu mentaler und körperlicher Entspannung zu finden.

Ziel

Es soll wieder ein Bewusstsein für den eigenen Körper und seine Bedürfnisse entwickelt werden. Körper und Geist sollen wieder harmonisiert werden.

Wirkung

Die verschiedenen Körperübungen machen den gesamten Körper wieder stärker und flexibler. Die Konzentrations- und Koordinationsfähigkeit werden verbessert, Fehlhaltungen werden korrigiert und Verspannungen gelöst. Die Übenden finden zu Tiefenentspannung und innerem Frieden.

 

Mehr Informationen für Yoga für AnfängerInnen findest du hier.    Yoga für Anfänger

Fazit

Wie du siehst, sind das hier schon eine Menge verschiedener Meditationstechniken und das sind noch lange nicht alle! Es lohnt sich, die Meditationsarten, die dich ansprechen, eine Zeit lang auszuprobieren, bis du die perfekte Meditation für dich persönlich gefunden hast. Das kann sich je nach Lebenssituation natürlich wieder ändern. Es gibt aber immer eine Meditation, die zu dir und deinen Bedürfnissen passen wird! Setz dich also nicht unter Druck, sei neugierig und bleib offen gegenüber neuen Techniken und Möglichkeiten.

Inken Probst Autorin bei YOGA STILVOLL.

Inken Probst Autorin

 

 

Über Inken Probst als Autorin

Ich habe Germanistik studiert und dabei meine Freude am ausführlichen Recherchieren und Schreiben über Themen, die mir am Herzen liegen, entdeckt. Mit Yoga und Meditation kam ich während meiner ersten Schwangerschaft in Berührung und mittlerweile übe ich beides regelmäßig, um meinem häufig anstrengenden Alltag besser begegnen zu können und um mir eine Auszeit zu gönnen. Mit meinen Texten für YOGA STILVOLL möchte ich andere Menschen an meiner Leidenschaft für Yoga teilhaben lassen und auf verständliche Weise über wichtige und spannende Themen informieren.

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