Lachyoga
Lachyoga – entdecke dein inneres Kind wieder

Lachyoga – entdecke dein inneres Kind wieder

Warum grundloses Lachen im Park gut für die Gesundheit ist

Autorin: Inken Probst | 05.04.19

Lachyoga – entdecke dein inneres Kind wieder

Lachyoga – löst Glücksgefühle aus

Beim Lachyoga trifft man sich in größeren Gruppen an öffentlichen Plätzen, um gemeinsam zu lachen. Durch Übungen gelangt man vom künstlichen grundlosen Lachen zu einem herzhaften und ehrlichen Lachen. Hier erfährst du, warum es Lach-„yoga“ heißt und wie es wirkt.

Was genau ist Lachyoga?

Was genau ist Lachyoga?

 

Beim Lachyoga geht es um das grundlose Lachen in größeren angeleiteten Gruppen. Es werden keine Witze erzählt, sondern es werden verschiedene Übungen kombiniert, die zum Lachen anregen sollen.Dazu gehören pantomimische Übungen, Klatsch-, Dehn- und Atemübungen. Zunächst beginnen die Personen, künstlich zu lachen, aber dieses Lachen geht durch die Übungen schnell in ein echtes Lachen über.

Das Ziel beim Lachyoga ist, seine heitere Seite wiederzuentdecken und wieder mehr zu lachen, weil dies förderlich ist für unsere Gesundheit und unser allgemeines Wohlbefinden.

Wie funktioniert das?

Wie funktioniert das?

 

Beim Lachyoga soll grundlos gelacht werden, damit der Intellekt und das kognitive Denken umgangen werden. Diese halten viele Menschen vom natürlichen Lachen ab. Auch Humor, der übrigens eine mehr oder weniger festgelegte Persönlichkeitseigenschaft ist, ist hier nicht nötig!

Hier soll über die motorische Ebene mit dem Lachen begonnen werden. Künstlich laut zu lachen, ist für viele Menschen zunächst ungewohnt, aber die entwickelten Übungen und die Atmosphäre in der Gruppe lassen das Lachen schnell echt werden.

Man beginnt damit, sich zu begrüßen und zuzulächeln. Der Augenkontakt kann dabei bereits das erste Lachen auslösen. Es folgen Atemübungen, die dem Lachen sehr ähnlich sind. Danach kommen pantomimische und andere spielerische Übungen, die das innere Kind wecken sollen.

Anfängliche Verlegenheit wird schnell abgelegt und die Personen brechen immer wieder in langanhaltendes, lautes und echtes Gelächter aus. Auf diese Weise kann man trainieren, auch im Alltag und außerhalb der Gruppe immer schneller über die motorische Ebene ins echte Lachen zu finden.

Video mit Einblick bei einer Lachyogastunde

Video Einblick bei einer Lachyogastunde

 

In diesem Video bekommst du einen tollen Eindruck davon, wie eine Lachyoga-Stunde aussieht und welch positive Energie man daraus gewinnen kann:

 


Wie passen Lachen und Yoga zusammen?

Wie passen Lachen und Yoga zusammen?

 

Zum Lachyoga gehören auch tiefe Atemübungen, die aus dem klassischen Yoga übernommen wurden. Diese Übungen wirken beruhigend, da das tiefe Ein- und Ausatmen etwas ist, das wir im hektischen Alltag leicht vergessen. Das tiefe Einatmen sorgt dafür, dass der ganze Körper bis in die kleinste Zelle mit Sauerstoff versorgt wird. Und die Lungenkapazität erhöht sich.

Yoga ist eine alte indische Philosophie, deren Ziel es ist, Körper, Seele und Geist in einem Menschen in Einklang zu bringen. Und diese Verbindung kann man auch mit Lachen schaffen! Geist und Seele kommen beim Lachyoga vollständig zur Ruhe und der Körper entspannt sich. Das Bewusstsein für die eigenen Bedürfnisse steigt und es kann wieder eine Verbindung zwischen allen Ebenen hergestellt werden.

Was bewirkt Lachyoga?

Was bewirkt Lachyoga?

  • die eigene heitere Seite und das innere Kind wiederentdecken
  • mehr Lebensfreude
  • regt die Herztätigkeit an
  • hilft bei Schmerzen und Verspannungen
  • versorgt den gesamten Körper mit mehr Sauerstoff
  • Abbau von Stress und negativen Gefühle
  • löst Glücksgefühle aus
  • verschafft eine positive Ausstrahlung
  • sorgt für mehr Selbstbewusstsein


Lachyoga - die Wirkung von diesem Yogastil

Lachyoga – Abbau von Stress und negativen Gefühle

Gut zu Wissen

 Warum Lachen so gesund ist

Warum Lachen so gesund ist

 

Ursprünglich diente das Lachen dem Spannungsabbau, damit die Menschen nach beängstigenden oder angespannten Situationen wieder entspannen konnten. Außerdem zeigen Menschen durch Lächeln oder Lachen, dass sie einem nichts tun wollen und dass andere Menschen nichts vor ihnen zu befürchten haben. Es schafft also Vertrauen.

Durch die ruckartigen Bewegungen des Zwerchfells beim Lachen wird die Atemluft abgehackt aus den Lungen ausgestoßen, wodurch die Atmung unterbrochen wird. Die Wirkung von Lachen ist erwiesenermaßen gesund für Körper und Geist! Beim Lachen werden Glückshormone ausgeschüttet, Stresshormone werden hingegen abgebaut.

Entzündungshemmende und schmerzstillende Substanzen werden freigesetzt und das Immunsystem wird gestärkt. Der ganze Körper, besonders das Gehirn werden mit mehr Sauerstoff versorgt, wodurch der Stoffwechsel angeregt und das Herz-Kreislaufsystem harmonisiert wird.

Allgemein fördert regelmäßiges Lachen das Wohlbefinden, denn es wirkt gegen viele Krankheiten, (chronische) Verspannungen und Schmerzen, Depressionen und negative Empfindungen wie Angst, Einsamkeit oder Trauer.

Für wen ist Lachyoga geeignet und wer sollte es lieber sein lassen?

Für wen ist Lachyoga geeignet und wer sollte es lieber sein lassen?

 

Bis auf wenige Ausnahmen kann jeder Mensch Lachyoga praktizieren. Dabei ist es nicht wichtig, wie man sich vor der Stunde fühlt, wichtig ist nur, dass man dazu bereit ist zu lachen. Wer das nicht absolut nicht möchte, wird auch hier nicht lachen können.

Vorsicht ist geboten, wenn man keine körperlichen Anstrengungen ausüben darf, beispielsweise bei einem Zwerchfelldurchbruch. Auch wenn man an einem Bandscheibenvorfall oder an Rippenbrüchen leider, sollte man auf Lachyoga verzichten.

Gleiches gilt bei Bluthochdruck, Harn- und Stuhlinkontinenz, schweren psychischen Problemen, die die Einnahme von Psychopharmaka erfordern oder die die Wirklichkeitswahrnehmung beeinträchtigen.

Wie ist die Lachyoga-Bewegung entstanden?

Wie ist die Lachyoga-Bewegung entstanden?

 

Lachyoga hat sich rasant verbreitet, nachdem Dr. Madan Kataria 1995 seinen ersten Lachclub in Indien gegründet hat.

Kataria erforschte die positive Wirkung des Lachens und suchte nach einer Methode, um mehr lachen zu können. Er gründete in Mumbai im Park den ersten Lachclub, in dem man sich zunächst Witze erzählte. Die Treffen in der Öffentlichkeit erregten gleich großes Aufsehen und es kamen immer mehr Menschen dazu. Die guten Witze gingen jedoch aus und es wurde nicht mehr so viel gelacht.

Weil Kataria herausfand, dass das Gehirn simuliertes und echtes Lachen nicht unterscheiden kann, entwickelte er mit seiner Frau, der Yogalehrerin Madhuri Kataria die Lachyoga-Übungen, die im Lachclub wieder echtes Lachen hervorriefen.

Mittlerweile gibt es weltweit mehr als 6000 Lachclubs. Kataria trug erheblich zur Verbreitung bei, indem er gern Interviews gab, jedem erklärte, wie Lachyoga funktioniert und wirkt und jeden motivierte, einen eigenen Lachclub zu gründen. Sein Ziel dabei ist, alle Menschen auf der Welt mit Lachyoga zu verbinden und damit Frieden zu stiften, denn wer miteinander lachen kann, der streitet sich nicht und Konflikte können beigelegt werden.

 

Wer mehr über diesen Yogastil, seine Entstehung, Funktionsweise und Wirkung erfahren möchte, kann sich auch beim Europäischen Berufsverband für Lachyoga und Humortraining e.V. informieren: https://www.lachverband.org/Lach-Yoga.53382.html

Inken Probst Autorin bei YOGA STILVOLL.

Inken Probst Autorin

Über Inken Probst als Autorin

Ich habe Germanistik studiert und dabei meine Freude am ausführlichen Recherchieren und Schreiben über Themen, die mir am Herzen liegen, entdeckt. Mit Yoga und Meditation kam ich während meiner ersten Schwangerschaft in Berührung und mittlerweile übe ich beides regelmäßig, um meinem häufig anstrengenden Alltag besser begegnen zu können und um mir eine Auszeit zu gönnen. Mit meinen Texten für YOGA STILVOLL möchte ich andere Menschen an meiner Leidenschaft für Yoga teilhaben lassen und auf verständliche Weise über wichtige und spannende Themen informieren.

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