Kinderyoga Übungen
Yoga-Übungen für Kinder

Yoga-Übungen für Kinder | Bewegung, Lernen, Spiel & Spaß | mit 7 einfachen Asanas und 2 Übungsfolgen

Yoga-Übungen für Kinder

Kinderyoga Übungen: mit Freude zu Hause bewegen und entspannen

 

Übungen für kleine Yogis machen Spaß und bringen spielerisch Bewegung. Stellt euch vor, ihr wärt ein Baum, eine Kobra, eine Katze, eine Maus oder ein Hund und lernt nach und nach, wie gut Yoga bereits für Kinder ist. Gemeinsam mit Mama und/oder Papa geübt, bringt Yoga Abwechslung für die ganze Familie.

Yoga für Kids: warum, wann, wie lange und wie?

Yoga für Kids: warum, wann, wie lange und wie?

 

Kinderyoga Übungen sind ein wertvoller Ansatz, um den Kleinen Achtsamkeit und Entspannung näherzubringen und gleichzeitig die Vorliebe für Bewegung zu stärken. Neben den positiven Wirkungen, die Yoga auf Erwachsene hat, kann es bei Kindern zusätzlich die körperliche und mentale Entwicklung sowie verschiedene Fähigkeiten fördern.

 

Dazu gehören beispielsweise das Körperbewusstsein und motorische Fähigkeiten sowie die Koordination und das Gleichgewicht. Mittels Kinderyoga Übungen eignen sich Kinder spielerisch Entspannungstechniken an, die ihnen langfristig dabei helfen können, mit Unruhe besser umzugehen und ihre Konzentration zu erhöhen.

 

Neben der guten Laune hat eine entspannende Yoga-Einheit auch einen positiven Effekt auf das Einschlafen und ermöglicht eine verbesserte Schlaftiefe.

 

Yoga für Kids

Zuschauen und mitmachen: Yoga-Übungen sind leicht nachgeahmt

 

Ab wann ist Yoga für Kinder geeignet?

 

Yoga eignet sich für Kinder aller Altersgruppen. Die Kleinsten ab einem Alter von 6 Wochen können bereits mit der Mama beim Baby-Yoga wohltuende Baby-Massagen und Entspannungsübungen genießen.

 

Kinder zwischen 1 und 3 Jahren können mit Anleitung zu Hause gemeinsam mit der Familie Yoga üben. Das unbeschwerte Heranführen an die Übungen macht allen Freude und stärkt die Bindung zwischen Eltern und Kind.

 

In Kindergärten und Schulen wird zunehmend ebenfalls Yoga praktiziert. Sollte es keine Angebote dieser Art in der Nähe geben, sind ab 3 Jahren auch Yoga-Kurse empfehlenswert. Jeder, der Spaß an Bewegung hat und neugierig auf die Lerneffekte durch Yoga ist, sollte es einmal ausprobieren.

Ab wann ist Yoga für Kinder geeignet

Auch in Kursen können Kids Yoga erlernen, manchmal sogar mit Kosten-Beteiligung der Krankenkasse

Besonderheiten im Kinderyoga

Besonderheiten im Kinderyoga

 

Yoga-Stunden für Kinder sind meist kürzer als für Erwachsene. Für die Kids stehen die Abwechslung zwischen Übung und Entspannung sowie der Wohlfühlfaktor im Vordergrund. Es geht nicht darum, möglichst viele Kinderyoga Übungen akkurat auszuführen, sondern viel mehr um die sanfte und regelmäßige Bewegung ohne Druck. In der Gruppe lernen die Kinder außerdem, gemeinsam zu üben und entwickeln dabei verstärkt ihre soziale Kompetenz.

Ihr möchtet ausprobieren, ob Yoga etwas für euch ist? Nehmt euch eine bequeme Unterlage, am besten eine Yogamatte und beginnt mit unseren Übungen. Am besten funktioniert es, wenn Mama oder Papa die Übungen vormachen. Die Kids können die Bewegungen dann ohne viele Erklärungen imitieren.

Mehr zum Thema Kinderyoga erfahrt ihr in unserem ausführlichen Beitrag dazu.

 

Wir empfehlen, die einzelnen Asanas in eine Geschichte zu verpacken. Damit bleibt der Übungsablauf für die Kinder spannend und abwechslungsreich. Im Abschnitt „Kinderyoga leicht gemacht“ haben wir für euch zwei Übungsfolgen zusammengestellt, die Kindern unterhaltsam verschiedene Übungen näherbringen und für Anfänger geeignet sind.

Video: Kiana Yoga – Yoga für Kinder / Kinderyoga für Grundschüler / Yoga, Achtsamkeit und Entspannung Übungen für Kids

Video: Kiana Yoga – Yoga für Kinder / Kinderyoga für Grundschüler / Yoga, Achtsamkeit und Entspannung Übungen für Kids

 

Dieses Video zeigt Yoga speziell für Grundschul-Kids. In nur knapp 10 Minuten werden hier verschiedene kindgerechte Yogaübungen erklärt, die auch zum Mitmachen animieren.

Mit den Übungsabläufen kommen wir zur Ruhe, mindern Stress und Unruhe sowie Aufgeregtheit. Wer Lust hat, übt einfach direkt mit! Ihr braucht dazu nichts weiter als eine Yogamatte, dann kann es schon losgehen.




Kinderyoga leicht gemacht: Übungsfolge #1

Kinderyoga leicht gemacht: Übungsfolge #1

Mit diesen Kinderyoga Übungen lernt ihr die Asanas „Der Baum“, „Die Kobra“ und „Die Maus“ kennen. „Die Maus“ ist Teil der Entspannung, mit der die kurze Yoga-Einheit abgerundet wird. Diese Übungsreihe ist besonders für Kleinkinder geeignet. Aber auch alle anderen sind mit Begeisterung dabei.

 

// Atemübung //
Wir beginnen mit langsamen Atemtechniken, die dabei helfen sollen, zur Ruhe zu kommen und uns auf das Yoga einzustimmen. Mittels einer Atemübung werden die Kinder aufmerksamer, Ablenkungen werden reduziert, das Gehirn wird mit mehr Sauerstoff versorgt.

 

Die Kinder sollen bei dieser Übung damit beginnen, bewusst auf ihren Atem zu achten. Fast jeder von uns nimmt seinen Atem nicht bewusst genug wahr. Damit verschenken wir die Möglichkeit, verstärkt neue Energie aus unserem Atem zu schöpfen. Erlernt man Atemtechniken schon als Kind, können Aufmerksamkeit und Konzentration gesteigert werden. Kinder können dadurch besser lernen und länger bei einer Sache bleiben.

 

Wir legen uns auf dem Rücken auf die Yogamatte. Ein Erwachsener macht die Übung vor. Nehmt euch ein Kuscheltier und legt dieses auf den Bauch. Dann beobachten wir gemeinsam, wie sich das Kuscheltier auf dem Bauch hebt und senkt, wenn wir kraftvoll ein- und ausatmen.

 

// Der Baum //
Nun stellen wir uns auf die Yogamatte. Stellt euch vor, ihr wärt ein Baum. Wie steht ein Baum im Wald? Hat er einen stabilen und robusten Stamm? Oder ist er ein kleines Bäumchen? Bewegt sich seine Krone im Wind? Trägt der Baum Blätter? Welche Jahreszeit ist es? Die Kinder stellen den Baum dar.

 

Im Anschluss zeigt der Erwachsene die Yoga-Übung Baum. Kleine Yogis können die Übung abwandeln, indem sie einen Fuß auf den anderen stellen, anstatt ein Bein angewinkelt an den anderen Oberschenkel zu legen. Die Handflächen können vor der Brust aneinandergelegt werden, anstatt sie über dem Kopf zusammenzulegen.

 

// Die Kobra //
Welche Tiere leben im Dschungel auf diesem Baum? Gibt es eine Schlange, die auf dem Baum lebt? Wir stellen uns nun vor, wir wären eine Schlange. Die Kinder überlegen, wie sich eine Schlange bewegt und ahmen die Bewegungen nach.

 

Im Anschluss legen wir uns auf den Bauch und führen die Yoga-Übung „Kobra“ aus. Dazu legen wir unsere Handflächen glatt auf die Matte. Sie sollten sich direkt unter den Schultern befinden. Mit den Handflächen drücken wir unseren Oberkörper nach oben und strecken unseren Hals. Die Arme versuchen wir so weit wie möglich durchzudrücken. Welche Geräusche macht die Schlange? Beim Ausatmen zischeln wir alle gemeinsam.

// Die Maus //
Lasst uns gemeinsam überlegen: Was essen Schlangen am liebsten? Gibt es in der Nähe unseres schönen Baumes eine kleine Maus? Vielleicht ein Mauseloch im Stamm des Baumes? Muss die kleine Maus eilig davonhuschen, wenn die Schlange in ihre Nähe kommt? Oder sind Maus und Kobra miteinander befreundet?

 

Nehmt euch ein Kissen oder legt eine weiche Decke vor euch. Um uns zu entspannen, knien wir uns wieder auf die Yogamatte. Unsere Hände liegen locker auf den Oberschenkeln. Nun stützen wir uns ab, während wir unseren Oberkörper nach vorn senken. Unsere Stirn sollte auf dem Kissen aufliegen.

 

Während wir tief ein- und ausatmen, legen wir die Arme locker an unsere Seiten. Schafft ihr es, dabei eure Füße zu berühren? Diese Übung entspricht der „Haltung des Kindes“, welche eine wohltuende und entspannende Wirkung hat.

 

Kinderyoga

Kinderyoga soll vor allem eines: Spaß machen!

Kinderyoga leicht gemacht: Übungsfolge #2

Kinderyoga leicht gemacht: Übungsfolge #2

Mittels dieser Kinderyoga Übungen erlernen die Kinder die Asanas „Der Superheld“ („Der Krieger“), „Die Katze“ und den „Hund“. Anschließend folgt eine Atemübung zur Entspannung. Diese Übungsreihe eignet sich für Grundschulkinder sehr gut, aber auch kleinere Kinder können mitmachen.

 

// Der Superheld //
Wir beginnen damit, uns gemeinsam zu überlegen, wie wir einen Superhelden darstellen können. Während die Kinder sich darin üben, erwärmen sie sich spielerisch.

 

Nun stellen wir uns aufrecht und fest auf unsere Yogamatte. Ein Erwachsener macht die Übung vor. Die Füße sollten etwas mehr als hüftbreit auseinander stehen. Streckt euch und macht euch so groß wie möglich. Der Kopf ist die Verlängerung der Wirbelsäule.

 

Stemmt eure Hände in die Hüften und setzt einen typischen Superhelden-Blick auf. Wen möchtet ihr heute retten? Oder übt ihr nur für den nächsten großen Auftritt? Atmet tief und gleichmäßig ein und aus und stellt euch vor, welche Abenteuer ihr als Superheld erleben werdet. Wenn ihr euch innerlich darauf vorbereitet habt, springt ihr in die Grätsche.

 

Beide Arme werden mit nach unten zeigenden Handflächen ausgestreckt. Ein Arm zeigt nach vorn und befindet sich parallel über dem gebeugten Knie, während der andere nach hinten zeigt. Blickt mit gehobenem Kopf nach vorn, euren Abenteuern entgegen. Im Anschluss wechseln wir die Seiten.

 

// Die Katze //
Die Katze hat unseren Superhelden entdeckt und schleicht neugierig heran. Habt ihr eine Idee, wie die Position der Katze aussehen könnte? Überlegt einmal selbst, wie ihr die Katze am besten darstellen könntet. Wer von euch stellt sie am überzeugendsten dar?

 

Für diese Übung begeben wir uns auf unserer Matte auf alle Viere. Knie und Hüfte sind parallel zueinander. Der Kopf schaut nach vorn. Nun legen wir den Kopf auf die Brust, atmen dabei ein und machen einen Katzenbuckel. Diese Position halten wir für einige Atemzüge. Dann begeben wir uns sanft zurück in unsere Starthaltung. Nun wird der Kopf in den Nacken gelegt, anstatt in einen Katzenbuckel gehen wir in ein leichtes Hohlkreuz.

 

// Der Hund //
Nun möchte auch der Hund sehen, wie beweglich der Superheld und seine Katze sind und gesellt sich zu den beiden. Er ist erfreut, den Helden und die Katze zu sehen und springt vor Freude um sie herum.

 

Aus der Katzen-Position mit geradem Rücken gehen wir jetzt in die Hunde-Position. Dafür strecken wir unseren Po so weit nach oben wie möglich. Beine und Arme sind gestreckt. Den Kopf neigen wir zur Matte hin. Wir können nun unsere Füße sehen, die auf den Zehenspitzen stehen.

 

Wedelt mit eurem Po, so wie der Hund mit dem Schwanz wedelt. Bellt er vor Freude?

 

// Entspannung //
Beendet die Geschichte gemeinsam. Legt euch auf dem Rücken in der Entspannungshaltung auf eure Matte. Die Arme liegen locker an euren Seiten. Atmet tief und gleichmäßig. Die Augen könnt ihr schließen.

 

Überlegt still für euch, welche aufregenden Erlebnisse der Superheld, die Katze und der Hund heute hatten. Nach fünf bis zehn Minuten ist die Entspannung beendet und ihr könnt euch über eure Ideen austauschen.

 

Wir wünschen allen kleinen Yogis, ihren Eltern und Geschwistern viel Freude beim Ausprobieren, Mitspielen und ausdenken von Geschichten für weitere Kinderyoga Übungen.

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Für alle, die jetzt mehr wissen wollen:

  • Bannenberg, Thomas: Yoga für Kinder (mit DVD). Gräfe und Unzer, 2013.
  • Gulden, Elke: 30 Kinderyoga-Bildkarten: Übungen und Reime für kleine Yogis (Körperarbeit und innere Balance. 30 Ideen auf Bildkarten). Don Bosco Medien, 2019.
  • Violeta, Arribas: Yoga für Kinder: Das Geheimnis des meditierenden Waldes. Mentor Verlag, 2019.


Hat dieser Text dir weitergeholfen oder dich sogar inspiriert? Oder hast du Anmerkungen, die du gerne teilen möchtest? Ich freue mich auf deine Meinung!


Katrin Burga Steiner

Katrin B. Steiner

 

Gründerin von {YOGA STILVOLL} und Yogalererin BDY

Meine Leidenschaft für Yoga habe ich 2006 entdeckt. 2007 entschied ich mich dazu, mich zur Hatha-Yogalehrerin ausbilden zu lassen und seitdem unterrichte ich immer wieder an verschiedenen Institutionen in Thüringen. Ich bin ein großer Fan des Sonnengrußes, den ich regelmäßig in allen Varianten praktiziere. Neben Hatha Yoga liebe ich Jivamukti Yoga! Die Wirkung von Yoga auf den Geist und Körper fasziniert mich sehr und mit meinen Texten kann ich euch an meiner Freude am Yoga teilhaben lassen.

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