Achtsamkeit
Mit Achtsamkeit zur Ruhe und Entschleunigung im Alltag

Mit Achtsamkeit zur Ruhe und Entschleunigung im Alltag

Mit Achtsamkeit zur Ruhe und Entschleunigung im Alltag

Achtsamkeit – ein wunderbaren Weg raus aus dem Alltagsstress

Achtsamkeit ist eine wunderbare Möglichkeit, den eigenen Geist besser kennenzulernen. Dafür ist es nicht notwendig, religiös zu sein. Jeder Mensch kann die Strategien der Achtsamkeit selbstfürsorglich in seinen Alltag integrieren und damit eine Entschleunigung der täglichen Alltagshektik herbeiführen. Hier erfährst du wie das schon in wenigen Übungen funktioniert.

Mit Achtsamkeitstraining das Wohlbefinden steigern

Mit Achtsamkeitstraining das Wohlbefinden steigern

 

In unserer schnelllebigen und leistungsorientierten Zeit wird der Alltag oft von Hektik, Stress und Leistungsdruck bestimmt. So mancher nimmt deshalb die Umwelt und insbesondere sich selbst kaum mehr bewusst wahr, schenkt sich selbst wenig Beachtung.

 

Ein weiterer Grund dafür, dass die Achtsamkeit im täglichen Leben oft untergeht, sind die zahlreichen routinierten Handlungen. Routinen können zwar unseren Alltag enorm erleichtern, weil wir vieles automatisch erledigen, ohne groß darüber nachdenken zu müssen. Aber sie können auch unsere Aufmerksamkeit lähmen.

 

Zusätzlich geht uns vieles im Kopf herum, wir machen uns Sorgen und tun vieles gleichzeitig. Wenn wir uns nicht auf das Hier und Jetzt einlassen und konzentrieren können, kommen wir unter Druck. Und wenn wir meinen, uns durch noch mehr Aktivität entlasten zu können, so ist dies meist von kurzer Dauer.

Diese Achtsamkeitstraining Übungen zeigen dir einen wunderbaren Weg raus aus dem Alltagsstress.


Achtsamkeit – eine Definition

Achtsamkeit – eine Definition

 

Achtsamkeit ist eine innere Haltung, die das bewusste Wahrnehmen, das Achtgeben auf das Hier und Jetzt ermöglicht.

 

Auch die Konzentration ist nichts anderes als ein fokussiertes Wahrnehmen. Doch dazu gehört noch mehr: Achtsamkeit ist das bewusste Wahrnehmen, ohne Wertung und ohne Zweck! Das heißt, eine innere Haltung einzunehmen, in der du bewusst das Hier und Jetzt wahrnimmst

  • ohne es zu werten – also ohne das Wahrgenommene (z. B. Gedanken, Ärger, Nervosität, Verspannung) in gut/schlecht, positiv/negativ zu unterteilen, sondern es so zu akzeptieren und es sich zu erlauben,
  • ohne es zu hinterfragen („Warum fühle ich das jetzt, warum tauchen diese Gedanken jetzt auf?“), sondern es so akzeptieren,
  • ohne es ändern zu wollen, sondern es so akzeptieren.


Es geht also bei der Achtsamkeitspraxis primär um das aufmerksame und wertfreie Beobachten des Augenblicks, der gegenwärtigen Außenwelt (z. B. das aktuell sichtbare, hörbare, riechbare, fühlbare Umfeld), oder der eigenen Innenwelt (Gedanken, Gefühle, Stimmung).

 

Dieses wertfreie Beobachten hört sich jetzt vielleicht einfach an, allerdings ist es auch etwas knifflig. Insbesondere anfangs werden dabei wertende Gedanken auftauchen. Das ist aber völlig normal! Akzeptiere diese Gedanken und lasse sie zu.

 

Vielleicht fragst du dich nun, wozu Achtsamkeit gut sein soll, was es dir bringen soll?


Achtsamkeitstraining – wozu eigentlich?

Achtsamkeitstraining – wozu eigentlich?

Das Konzept der Achtsamkeit findet mittlerweile sowohl in medizinischen Bereichen als auch in der Psychotherapie Anwendung. Auch bei der Stressbewältigung („Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion“, MBSR) kommt es zum Einsatz.

 

Achtsamkeit- so wie sie heutzutage verstanden wird – bezieht sich auf unterschiedliche Wurzeln: Im Zentrum stehen der Buddhismus und die Vipassana-Praxis. Viele Programme beziehen auch Yoga-Praktiken mit ein.

Achtsamkeit kann wesentlich dazu beitragen

  • bewusster im Hier und Jetzt zu leben
  • eine nach innen und außen „neue“ Welt zu entdecken
  • sich selbst mehr/besser wahrzunehmen
  • sich selbst besser kennenzulernen, zB eigene Gedanken- und Verhaltensmuster lernen zu durchschauen
  • leichter loslassen können
  • mit schwierigen Situationen besser umgehen lernen
  • lernen, sich in andere hineinzuversetzen, und dadurch mitfühlender werden
  • Situationen besser einschätzen und dadurch angemessen handeln können
  • (schneller) zur Ruhe finden
  • ausgeglichener zu werden
  • geduldiger zu werden
  • sich besser konzentrieren zu können
  • stressresistenter zu werden
  • mehr genießen zu können
  • aufnahmefähiger werden zu können
  • Entschleunigung in deinen Alltag bringen


Achtsamkeitstraining – wozu eigentlich

Achtsamkeitstraining um ausgeglichener zu werden


„Achtsamkeit bedeutet, sich dem unmittelbaren Augenblick mit einer nicht wertenden annehmenden Haltung zuzuwenden – dem, was wir gerade tun, ohne in Grübeleien, Erinnerungen oder Zukunftsplänen gefangen zu sein. Man ist einverstanden mit dem, was gerade ist– unabhängig davon, ob eine Situation gerade angenehm oder unangenehm ist“. -Jon Kabat-Zinn


Achtsamkeitsübungen – lernen zur Ruhe zu kommen

Achtsamkeitsübungen – lernen zur Ruhe zu kommen

 

Abgesehen von den zahlreichen Kursen kann man verschiedene Achtsamkeitsübungen auch ganz einfach zu Hause absolvieren.

Die meisten dieser Übungen lassen sich ganz einfach in den Alltag integrieren. So schafft man es ohne viel Aufwand täglich zur Ruhe kommen und zu entspannen, das Hier und Jetzt wahrzunehmen und bewusster zu leben. Ein paar dieser Übungen stelle ich dir hier nun vor.

 

Bewusst wahrnehmen, wertfrei beobachten, keine Beurteilung des Wahrgenommenen, keine unmittelbare Absicht

 

Wann und wo?

  • Du kannst es dir zur Gewohnheit machen, mindestens einen Tag in der Woche besonders achtsam zu sein – sozusagen einen Achtsamkeitstag einführen
  • oder du etablierst ein tägliches Achtsamkeitsritual, z. B. jeden Tag zur selben Zeit für eine bestimmte Zeit in den Achtsamkeitsmodus zu schalten
  • oder nach Belieben zwischendurch, z. B. für einen Zeitraum von zehn Minuten oder für eine bestimmte Tätigkeit
  • oder du kannst Wartezeiten nutzen (z. B. an der Ampel, in der Warteschlange am Schalter oder an der Supermarktkasse), um dich in Achtsamkeit zu üben


Nicht vergessen: Achtsamsein soll niemals unter Druck geschehen! Erzwinge nichts und fokussiere immer die Freude an den Übungen.

Achtsamkeitsübung: innehalten

Achtsamkeitsübung: innehalten

 

Zwischen den verschiedenen Abschnitten unseres vollgepackten Tages bietet sich einfaches Innehalten an, um zwischendurch Kraft zu tanken und zur Ruhe zu kommen.

Nimm dir zum Innehalten mehrmals am Tag mindestens eine Minute Zeit. Dazu setzt oder stellst du dich bequem hin, und beobachtest wie dein Atem fließt. Richte deine Aufmerksamkeit auf deinen Körper: Du kannst dich auf die Stellen fokussieren, die du gerade spürst oder einfach deinen Körper als Ganzes wahrnehmen. Beobachte dann deine Gefühle, frag dich, wie es dir geht und schau was passiert. Denke daran nicht zu werten, sondern nur zu beobachten. Das mag am Anfang schwierig sein, wird mit der Zeit aber immer einfacher.

 

Achtsamkeitsmeditation: bewusst gehen

Achtsamkeitsübung: innehalten

 

Die Zeit während du gehst kannst du nutzen, um dich zu fokussieren und deine Gedanken zu beruhigen. Gehen ist eine so automatisierte Bewegung, dass wir sie kaum bewusst wahrnehmen. Bei der Gehmeditation geht es nun genau darum.

Konzentriere dich auf dem Weg zum Einkaufen, zur U-Bahn beim Treppensteigen oder beim Spazierengehen aufs Gehen. Nimm wahr, wann deine Füße den Boden berühren, welche Muskeln sich an- und entspannen. Beobachte dein Tempo: Wirst du langsamer oder schneller?

Auf diese Weise manövrierst du dich bewusst ins Hier und Jetzt und verschaffst deinen Sorgen eine Pause – das wirkt entspannend.

 

Achtsamkeitstraining: bewusst atmen

Achtsamkeitsübung: innehalten

 

Für die Atemübung kannst du etwas mehr Zeit einplanen, sie dauert etwa zehn bis 20 Minuten.

Setze dich dazu mit geschlossenen Augen aufrecht und entspannt hin und konzentriere dich auf deinen Atem. Beobachte wie du ein- und ausatmest, ohne dein Atmen zu verändern oder es zu kontrollieren. Lass ihn zunächst einfach kommen und gehen. Nimm dann wahr, wo er am deutlichsten zu spüren ist, wie er sich an deinen Nasenlöchern anfühlt. Achte dann auf deinen Brustkorb, wie er sich hebt und senkt, sich ausdehnt und zusammenzieht.

Wenn du bemerkst, dass deine Gedanken abschweifen, lass sie ziehen und kehre zurück zur Beobachtung deines Atems. Lasse das Gefühl der Achtsamkeit auch nach Beendigung dieser Übung noch ein wenig zu und nimm es mit in deinen Tag.

Hier findest du dazu weitere Beiträge auf unserem Blog:

Achtsamkeitsmeditation

Achtsamkeitsmeditation

 

Die Standardübung der Achtsamkeitspraxis ist die Achtsamkeitsmeditation. Probiere doch mal eine 30-minütige Achtsamkeitsmeditation von Doris Kirch aus. Mit fast einer viertel Million Aufrufen ist diese Achtsamkeitsmeditation übrigens die beliebteste auf Youtube.

 

 

Falls du einen allgemeinen Einstieg in die Meditation suchst, dann schau doch mal in diese Beiträge hinein:


Für eine entspannte Meditationspraxis und ein größeres rundum Wohlgefühl möchte ich dir die Yogamatten und Meditationskissen von Yoga-Stilvoll empfehlen. Dort gibt es Matten in unterschiedlichen Größen, in verschiedenen Stärken, Designs und Farben – für jeden Geschmack und jede Gelegenheit.


(Alltags-) Achtsamkeit und Minimalismus

Achtsamkeitsübung: innehalten

 

Bewusster leben und sich auf das Wesentliche konzentrieren stehen bei der Achtsamkeit im Mittelpunkt. Indem man im Alltag Achtsamkeit praktiziert, vermeidet man beispielsweise unnötige Impulskäufe, weil man sich in dem Moment bewusst fragt: brauche ich das überhaupt? Wieso will ich das haben?

Finde zurück zu dir – und der Welt!

 

Achtsamkeit ist nachhaltig: Wer achtsamer mit sich selbst und seiner Umwelt umgeht, der konsumiert bewusster – und vielleicht auch weniger. Achtsam zu leben, bedeutet auch, Dinge und Momente stärker wertzuschätzen und so nicht ständig nach dem Neuen, Besseren jagen zu müssen.

 

Was bedeutet Achtsamkeit für dich? Praktizierst du Achtsamkeit? Kennst du Übungen, die sich einfach umsetzen lassen? Schreib uns gerne in den Kommentaren! 

 

Ich wünsche dir eine wunderbare Reise zu dir selbst.


Hat dieser Text dir weitergeholfen oder dich sogar inspiriert? Oder hast du Anmerkungen, die du gerne teilen möchtest? Ich freue mich auf deine Meinung!



Rea Schindler Autorin bei Yoga Stilvoll

Rea Schindler

 

Über die Autorin Rea Schindler

Als Literaturstudentin und Hobbyautorin bin ich schon früh um die Welt gereist.
Fremde Länder und Kulturen haben mich besonders gereizt. Mich mitten in die
tobende Welt zu setzen und über sie zu schreiben. Das hat mir früh gezeigt wie
wichtig Einkehr und Innehalten ist. Vor zwei Jahren habe ich dann zum Yoga
gefunden, und damit ein für mich sehr wertvolles Mittel entdeckt, meine Reise
aus der Welt zu mir hin zu vertiefen. Aber so war ich nicht schon immer. Ich
kenne die Zweifel, die Unruhen und Ängste. Da ich überzeugt bin, dass jeder
einen Wandel erleben kann, möchte ich meine Erfahrungen und den Enthusiasmus als
Bloggerin für YOGA STILVOLL mit euch teilen.

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